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Kirchenvorstand

Im September 2015 wurden unsere neu gewählten Kirchenvorstände im Gottesdienst feierlich eingeführt. Jeder Kirchenvorstand hat nach frühestens einem halben Jahr Amtszeit die Möglichkeit, weitere Mitglieder nachzuberufen. Davon machte Reitzenhain bereits Gebrauch. In Niederwallmenach hat sich bislang noch niemand gefunden, der gerne mitarbeiten möchte. Gerne können sich interessierte Gemeindemitglieder beim Kirchenvorstand oder im Gemeindebüro melden. Der Kirchenvorstand freut sich über jeden, der sich meldet.

Zur Zeit sind folgende Personen in unseren Gemeinden im Kirchenvortand:


in Niederwallmenach:

Klaudia Dillenberger

Sandy Forst

Gabriele Steeg

Mario Steeg

in Reitzenhain:

Michael Balzer

Christa Breithaupt

Ulrike Friedrich

Rüdiger Geisel

Tamara Kerscher

Anja Maus

Larissa Schleise

Ingrid Zöller

Tamara Kerscher

Ulrike Friedrich


Zur Vorsitzenden des Kirchenvorstands wurden in Reitzenhain Christa Breithaupt und in Niederwallmenach Pfr. Wilfried Steinke gewählt.


Kirchenvorstand

das Leitungsorgan unserer Kirchengemeinde

Die Aufgaben: Orientierung geben und Menschen zusammenführen

 

Eine Kirchengemeinde besteht aus Gottesdiensten und dem Kirchengebäude, aus allen Gemeindemitgliedern und den haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden. Im Gemeindeleben spielen Kinder und Jugendliche eine wichtige Rolle, ebenso Erwachsene und die Älteren. Natürlich auch die Kirchenmusik, das Gemeindefest, der Gemeindebrief. Eine Gemeinde ist bunt und vielfältig. In der evangelischen Kirche wird sie vom Kirchenvorstand geleitet.

 

Der Kirchenvorstand soll das christliche Leben fördern und dafür sorgen, dass Menschen von Gott hören. Seine Leitungsaufgaben sind vielfältig. Er gibt der Gemeinde die Orientierung vor und sagt, in welche Richtung sie sich entwickelt. Der Kirchenvorstand soll Menschen zusammenführen – innerhalb der Gemeinde, aber auch über die Gemeindegrenzen hinaus. Dafür muss er handfeste Entscheidungen treffen, schließlich geht es häufig um Geld und Gebäude, um Angestellte und Mitarbeitende, um öffentliche Stellungnahmen und zahlreiche Veranstaltungen der Gemeinde.

 

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) legt die Kirchenordnung die herausragende Rolle des Kirchenvorstands fest. Wichtig ist: Immer treffen mehrere Personen gemeinsam eine Entscheidung. Sie sollen das geistliche Leben so gestalten, damit möglichst viele Menschen die Gemeinde ansprechend finden.

 

Eine Kirchengemeinde versteht sich selbst nicht als Organisation oder Institution wie viele andere, sondern als etwas ganz Besonderes. Ihre Existenz verdankt sie nicht sich selbst, sie gibt sich auch nicht selbst ihren Auftrag, sondern sie folgt der Bibel und christlicher Überlieferung. Sie gehört zur evangelischen Kirche und will dem Willen Gottes folgen.

 

Dafür sorgt der Kirchenvorstand. Die meisten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sind Gemeindemitglieder, die von anderen für diese Aufgabe und für eine bestimmte Zeit gewählt wurden. In den Gemeinden der EKHN übrigens jeweils für sechs Jahre.

 

Den Vorsitz des Kirchenvorstandes sollte ein gewähltes Kirchenvorstandsmitglied übernehmen, in dem Fall ist dann die Pfarrerin oder der Pfarrer qua Amtes der stellvertr. Vorsitzende. Findet sich kein ehrenamtliches Mitglied ist automatisch die Pfarrerin oder der Pfarrer Vorstizender, es wird dann der / die Stellvertreter/in gewählt.

 

 

Begeistert leiten

Gottes Geist lässt Menschen zusammen arbeiten

 

Der Kirchenvorstand leitet die Gemeinde und ist für alle ihre Belange zuständig. Für Mitarbeitende, Geld und Gebäude ebenso wie für Gottesdienste oder Fragen des Konfirmationsunterrichts. Diese Gemeindeleitung ist immer eine geistliche Leitung. Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher vertrauen auf die besondere Kraft von Gottes Geist, der sie auch in der alltäglichen Arbeit unterstützt und inspiriert. Sitzungen des Kirchenvorstands beginnen und enden mit einem Gebet oder einer Andacht und werden so in einen größeren Horizont gestellt: Die Anwesenden bitten um Gottes Beistand und öffnen sich für seinen Geist.

 

Gottes Geist begeistert, er lässt das Herz schlagen für das, was jedem und jeder wichtig ist: Kirchenmusik oder Jugendarbeit. Seniorennachmittage oder Verwaltung und Finanzen. Für das Gemeindeleben und besonders für die Kirchenvorstandsarbeit gilt: Verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Interessen wirken zusammen.

 

„Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter, aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.“ (1. Brief an die Korinther, Kapitel 12, Verse 4-6)

 

So beschreibt Paulus die Vielfalt der Gaben und Begabungen. Niemand muss alles können, niemand kann alles machen, sondern gemeinsam leiten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher die Gemeinde. Jede und jeder bringt sich mit ihren und seinen spezifischen Talenten, Ideen und Interessen ein. Die eigenen Begabungen sind Gaben Gottes - Geistesgaben.

 

Im Miteinander der verschiedenen Gaben wird Gottes Geist sichtbar und hinterlässt Spuren. So begeistert und inspiriert der Geist Gottes auch andere. Der Kirchenvorstand setzt geistliche Impulse, die weit über ihn hinaus wirken: in die Gemeinde, ins Dekanat, in die gesamte Kirche und in die Welt.

 

Der Kirchenvorstand gestaltet Gemeinde und vieles mehr. Wie gut, dass Menschen sich dafür begeistern lassen.

 

Oberkirchenrätin Ulrike Scherf, Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten